"mein Rezept gebe ich gerne weiter......"

Rapunzel

Ihr Lieben, ich möchte gerne mein absolutes Lieblingsrezept für Haarseife weitergeben. Ich habe schon viele, viele ausprobiert .... aber an diesem bin ich definitiv hängengeblieben. Mein Haar ist sehr fein und fettet schnell nach. Ein wenig abgewandelt zu meinem ersten Rezept (da ich sonst einen starken Walnussblätterauszug verwendet habe, anstatt Birkenblätterauszug).

Das heißt nicht, das es für euch das richtige Haarseifenrezept ist, aber vielleicht habt ihr Glück und seid damit endlich angekommen :)) Ich wünsche es euch!

 

 

 

Rezept:

 

140g Bio Kokosöl

100g Rizinusöl

90g   Olivenöl (bestehend aus 40g Pinienharzöl, 50g Birkenblättermazerat

          beides in Olivenöl mazeriert bzw. gelöst)

40g   Distelöl

25g   Walnussöl kaltgepresst

 

NaOH bitte selber ausrechnen (ich verwende dafür immer den Seifenrechner v. 

Ingeborg Josel)

Flüssigkeit: starker Birkenblättersud/Tee (den ich 24 Std. ziehen lasse)

Überfettung 6%

 

Zusätze: 1Tl Bio Ursalz (in Birkenblättertee gelöst), 1g Tussahseide (zerkleinert

                 in heißer Lauge gelöst), 3%g Menthol kristallin  (in den ÄÖ gelöst)

                20Tr. Walnussextrakt, ätherische Öle: Muskatellersalbei und blaue Kamille

                1 Tl rotes Hennapulver (ich habe rotes Haar, ihr könnte natürlich auch

                 andersfarbiges Henna verwenden)

 

 Kleiner Tip: Das Pinienharzöl führt zu schnellem Andicken und Aufheizen des 

                      Seifenleims. Zügiges und störungsfreies Arbeiten ist notwenig ;-)

                      Mir ist genau da eine kleine Störung wiederfahren und ich

                      konnte nur noch in die Formen spachteln (die anderen Seifen zeige

                      ich hier nicht, es wäre schade um ihren ersten glanzvollen Auftritt,

                      sie sind doch recht rustikaler Natur )

                      Ich würde beim nächsten Mal diese Seife unbedingt zum Gelen bringen.

                      Sie  hatte eine wunderschöne braune Farbe, und dadurch sieht man die

                      Hennapünktchen auch nicht mehr ....

 

                      Für diejenigen die schon Erfahrung mit Haarseifen haben ist dieses   

                      Rezept. Allen anderen Neugierigen, die Haarseifen gerne testen möchten, 

                      rate ich, sich mit dem Thema ein wenig näher zu beschäftigen um dann

                      nicht enttäuscht zu sein. Es gibt viele interessante Internetseiten die                                            

                      sich mit Haarseifen und der Handhabung beschäftigen. 

 

                      Viel Spaß beim Nachsieden!

 

 

 

 

 

geschnittene Birkenblätter für den starken Birkenblätterteeauszug 

Birkenblättermazerat (in Olivenöl eingelegte zerkleinerte Birkenblätter, die 3 Wochen gezogen haben) laufen hier durch einen Teefilter 

meine frisch gewaschenen Haare  (selbes Rezept nur mit Walnussblättersud) Leider ist es schon fast 2 Monate her, daß ich meine Haare mit Henn a nachgefärbt habe. Sonst wäre das Ergebnis noch schöner....

das fertige gefilterte Birkenblättermazerat


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Kommentare: 6
  • #1

    Sonja (Freitag, 05 Mai 2017 14:09)

    ein sehr aufwändiges, aber auch sehr spannendes Rezept!

  • #2

    Tina (Freitag, 05 Mai 2017 20:26)

    Liebe Sonja,
    das ist mir diese Seife definitiv wert - immer wieder sogar :)
    Dank das du vorbeigeguckt hast :*

    LG
    Tina

  • #3

    Hedi (Samstag, 06 Mai 2017 15:10)

    Liebe Tina!
    Wirklich tolles Rezept...
    hast du das Pinienharzöl so gemacht: Pinienharz in Öl aufgelöst?
    ich hab ja schon eine funktionierende Haarseife, werde aber meine Harzseife mit Birkensaft verseifen... etwas Birkenknospenauszug hab ich auch noch...
    ich mag deinen blog sehr <3

  • #4

    Tina (Sonntag, 07 Mai 2017 15:53)

    Liebe Hedi,

    genau. Ich habe bereits letztes Jahr das in Kroatien gesammelte Pinienharz
    und grüne gechredderte Pinienzapfen in Öl gelöst und ausgezogen (für meine
    Kroatienseife) Davon hatte ich noch ein wenig und habe es für diese Haarseife,
    jetzt bereits zum zweiten mal verwendet. Birkensaft ist natürlich noch feiner...
    deine Seife wird bestimmt ein Schätzchen mit soviel guten Zutaten :*
    Danke, dein Lob freut mich seeehr!

    Liebe Grüße
    Tina

  • #5

    Bettie (Montag, 07 Januar 2019 20:10)

    Liebe Tina,
    Ich habe dein Rezept, soweit ich die passenden Zutaten da hatte, nachgesiedet und bin begeistert. Mit Pinienharz, Henna Pulver und der ein oder anderen Kleinigkeit konnte ich nicht dienen, aber die Fettkomposition hab ich komplett übernehmen können. Ich hatte ja "Angst" vor einer Haarseife mit Olivenöl, aber ich wollte es auch einfach mal probieren und deine funktioniert für mich ganz hervorragend � Herzlichen Dank für das Teilen deines wunderbaren Rezeptes �.
    Glückliche Grüße,
    Bettie

  • #6

    Tina (Mittwoch, 16 Januar 2019 06:58)

    Liebe Bettie,

    das ist so schön zu hören, das du dieses Rezept getestet hast und
    es dir auch noch zusagt ❤ Mit den Haarseifen ist es manchmal
    nicht so einfach die richtigen zu erwischen. Aber wie ich auf deinem
    Blogeintrag gelesen habe hast du feines Haar, da sind wir zumindest
    gleich von der Haarbeschaffenheit :))
    Ich habe festgestellt um so länger die Haarseifen liegen um so williger
    schäumen sie auch und um so verträglicher sind sie. Deswegen siede
    ich auch immer rechtzeitig. Obwohl die beiden Rezept von Anfang
    schon recht "schaumwillig" sind !
    Hab danke für deinen Besuch und dein Lob

    Liebste Grüße
    TINA